Ziel der Woche war es, uns die wahre Schönheit dieses wundervollen Lebensraumes näher zu bringen sowie zu vermitteln, wie bedeutend er für unsere Existenz ist. Der Sauerstoff, den wir Tag für Tag einatmen und zum Überleben brauchen, stammt großteils aus dem Ozean. Indem wir ihn zerstören, leer fischen, unsere Öltanks darin säubern und das Abwasser hineinleiten, gefährden wir nicht nur das Weiterleben unter Wasser. Noch ist nicht klar, welche Auswirkungen die durch uns ausgeführten Veränderungen in den Ozeanen auf das Leben an Land haben werden, doch es scheint klar, dass nichts mehr so sein wird wie bisher.
Außerdem sprachen wir auch ausführlich über die vorkommende Flora und Fauna und erarbeiteten uns anhand der selbst heraufgetauchten Exemplare die Eigenschaften, Lebensbedingungen sowie Besonderheiten der einzelnen Tier- und Pflanzengruppen.
Von Mikrofauna über das Algenphytal bis hin zur sessilen und vagilen Makrofauna wurden wir über alles aufgeklärt, was uns bei einem Tauchgang unter die Augen kommt.
Wir lernten über die Regenerationsfähigkeit von Haar- und Schlangensternen und über den Lebenszyklus der Nesseltierchen (z.B. Quallen) aber auch über die Gefahr, die das Herauftauchen von Muscheln und Schneckenhäusern auf die Überlebenschancen eines z.B. Einsiedlerkrebses, mit sich bringt.
Ein Film über Haie ließ uns erkennen, dass sie ganz und gar nicht jene Monster sind, von denen uns immer vorgegaukelt wird. Keineswegs sind sie Menschenfresser, die den ganzen Tag nur mit der Suche nach frischem Kinderfleisch verbringen. Denn Tatsache ist, dass die Haipopulation durch unser Hirngespinst schon so enorm zurückgegangen ist, dass sie nur mehr an der wenigen Standorten wirklich und in größerer Zahl vorkommen.
Am Ende des Filmes konnten wir alle nur noch eines feststellen: Haie töten keine Menschen. Menschen töten Haie. Leider ergab sich keine Möglichkeit mehr, mit unseren Betreuern über den Inhalt des Filmes und die damit aufkommenden Fragen und Probleme zu reden, doch bin ich sicher, hat er trotzdem jedem von uns die Augen ein Stückchen weiter geöffnet.
Am letzten Tag unternahmen wir einen Bootsausflug rund um die Insel Losinj, wo wir alle gesammelten Informationen dann erneut an verschiedenen Plätzen an der Küste beobachten konnten. Wir schwammen in eine Grotte und erkannten die Vegetationsveränderungen an den sonnengeschützten bzw. –ausgesetzten Stellen und sahen uns auch die Lebensformen an der Sandküste praktisch an.
Zusammengefasst ist zu sagen, dass diese Woche für alle, egal ob angehende Biologen oder nur begeisterte Schnorchler, sehr informativ und anregend war. Hiermit will ich allen kommenden sechsten Klassen genau so viel Spaß wünschen, wie wir ihn hatten!
Maria Schinko, 6c