Von den Funkamateuren, die bei uns waren, lernten wir ein paar Spezialbegriffe, wie zum Beispiel, dass man als Funkamateur „73“ anstatt „Alles Gute“, oder „55“ anstatt „Viel Erfolg“ sagt. Man kann auch eine Prüfung zum Funkamateur ablegen, um ein eigenes Rufzeichen zu erhalten. Das Rufzeichen, das wir in der Schule hatten lautete „OE3-EHQ/3“, sprich: „Oscar-Echo-3 Echo-Hotel-Quebec Strich-3“.
Das mit dem Morsen war schon etwas schwieriger, da man ja bei dieser Methode des Funkens keine Wörter, sondern nur Punkte und Striche verwendet. Später lernten wir noch das ganz normale Funken, also das per Sprechfunkgerät. Wir sprachen erst mit einem wiener Polizisten, dann mit einem Funkamateur aus Düsseldorf (das Präfix für Düsseldorf ist übrigens „DF“) und schließlich mit einem jungen Funkamateur aus Tullnerbach namens Florian (10 Jahre). Funkamateure werden übrigens mit „OM“ bezeichnet, das bedeutet „old man“, weibliche Funkamateurinnen werden mit „YL“ bezeichnet, was so viel wie „young lady“ bedeutet, wobei die Bezeichnungen unabhängig vom Alter des Funkamateurs/ der Funkamateurin sind.
Vielen Dank an Herrn Zwingl und seine Funkamateure für diesen interessanten Nachmittag!
Von: Laurenz Enzlberger