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Montag, 18. Mai 2009

Exkursion in die Synagoge und Jüdisches Museum

Am Dienstag, dem 12.05.09, machte die 3A und 3D eine Exkursion in eine Synagoge und ins Jüdische Museum in Wien.

 

In der Synagoge erfuhren wir, dass jeder Mann oder Junge eine Kippa- eine kleine Kappe –tragen muss, wenn er „vor Gott tritt“. Also mussten wir eine aufsetzen. Frau Susanne Gerhard – unser Guide -  erzählte uns, dass Kaiser Franz I., die Erlaubnis gab, Synagogen in Wien zu bauen, allerdings dürften sie nicht so groß und prächtig sein wie katholische Kirchen. Daher sehen die meisten auch wie ganz normale Häuser aus. Die Synagoge war sehr schön, aber trotzdem schlicht gehalten. So eine Regelung wie in den katholischen Kirchen mit dem Kreuz am Altar gab es dort mit dem Davidstern aber nicht. Es gab vier Davidsterne in der Synagoge (zwei auf dem Tuch vor dem Thora-Schrein und zwei am Eingang) und die waren auch nur aufgemalt. Eine Menora- ein siebenarmiger Leuchter –gab es dort auch nicht, die war ebenfalls nur aufgemalt, aus Angst, jemand könnte sie zerstören. Der Synagogendiener machte zum ersten Mal bei dieser Exkursion den  Thoraschrein auf und zeigte uns die Thorarollen. Da wir in einzelnen Klassen unterwegs waren, sahen nur wir – die 3D -  sie.  Wir machten noch von uns und den Thora-Rollen ein Foto, dann gingen wir weiter ins jüdische Museum.
Nebenbei besuchten wir noch die älteste Kirche Wiens – die Ruprechtskirche -  und bekamen eine kurze Erklärung durch die Mesnerin der Kirche.


Im Jüdischen Museum erhielten alle einen Arbeitsauftrag. Wir mussten uns in fünf Gruppen einteilen und nach Fakten für unser Thema Ausschau halten, über das wir später den anderen etwas erzählen sollten. Mein Bruder Laurenz, meine Freunde Maximilian, Michael, Jonathan und ich sollten etwas über das Thema „Essen“ im Judentum in Erfahrung bringen. Dazu eignete sich (natürlich) niemand besser, als der jüdische Cafeteria-Verkäufer. Er erzählte uns, dass jüdische Gerichte „koscher“, also „rein“ sein müssen. Als „koscher“ geht so ziemlich alles durch, was kein Fleisch frisst. Geflügel wird in die Kategorie Fleisch aufgenommen, aber man darf auch Raubvögel essen (dies ist aber dann Interpretation der Thora).  „Koscher“ sind auch alle Tiere, die schwimmen(bis auf Raubfische- versteht sich). Außerdem sind Tiere nur dann koscher, wenn sie  unblutig sind. Also ist ein Wal z. B. nicht koscher, da man ihm die Kehle nicht so schnell durchschneiden kann, dass er stirbt, bevor er den Schmerz merkt. Die weiteren Referate handelten von der Thora, die wie eine Königin gewandet und gekrönt wird, jüdischen Festtagen, wie der „Bar Mizwa“, mit der ein jüdischer Junge symbolisch als erwachsen gilt und den jüdischen Messegegenständen, wie Menora, Thora, Zeigestab (Jad) zum Thoralesen u.s.w.  Nach den Referaten, aßen wir noch etwas und dann fuhren wir zurück.

Laurenz und Ludwig Enzlberger, 3D