Im Jüdischen Museum erhielten alle einen Arbeitsauftrag. Wir mussten uns in fünf Gruppen einteilen und nach Fakten für unser Thema Ausschau halten, über das wir später den anderen etwas erzählen sollten. Mein Bruder Laurenz, meine Freunde Maximilian, Michael, Jonathan und ich sollten etwas über das Thema „Essen“ im Judentum in Erfahrung bringen. Dazu eignete sich (natürlich) niemand besser, als der jüdische Cafeteria-Verkäufer. Er erzählte uns, dass jüdische Gerichte „koscher“, also „rein“ sein müssen. Als „koscher“ geht so ziemlich alles durch, was kein Fleisch frisst. Geflügel wird in die Kategorie Fleisch aufgenommen, aber man darf auch Raubvögel essen (dies ist aber dann Interpretation der Thora). „Koscher“ sind auch alle Tiere, die schwimmen(bis auf Raubfische- versteht sich). Außerdem sind Tiere nur dann koscher, wenn sie unblutig sind. Also ist ein Wal z. B. nicht koscher, da man ihm die Kehle nicht so schnell durchschneiden kann, dass er stirbt, bevor er den Schmerz merkt. Die weiteren Referate handelten von der Thora, die wie eine Königin gewandet und gekrönt wird, jüdischen Festtagen, wie der „Bar Mizwa“, mit der ein jüdischer Junge symbolisch als erwachsen gilt und den jüdischen Messegegenständen, wie Menora, Thora, Zeigestab (Jad) zum Thoralesen u.s.w. Nach den Referaten, aßen wir noch etwas und dann fuhren wir zurück.
Laurenz und Ludwig Enzlberger, 3D