Abflug:6:00; Treffpunkt: 4:30 Wien Schwechat. Und das alles Morgens. Dennoch begab sich eine etwa 50-köpfige Gruppe, bestehend aus den beiden 6. Gymnasialklassen des BG/BRG Purkersdorf und den 3 Professoren Domesle, Harold und Zach, auf den Wiener Flughafen. Destination: Paris Charles de Gaules. Paris war aber in keinem Fall die Endstation, sondern viel mehr nur der erste Schritt in Richtung St. Malo. Was jedoch zu diesem Zeitpunkt noch kaum jemand wusste ist, dass der Truppe noch etwa 6 Stunden Busfahrt bevorstanden.
Davor allerdings wurde die Chance genutzt Paris ein wenig kennen zu lernen, dabei durfte natürlich auch ein Foto vom Eiffelturm nicht fehlen. Während die Reise mit einer schnell behobenen Panne am Bus noch denkbar schlecht begann und so mancher der Begegnung mit seiner Gastfamilie noch etwas skeptisch entgegenblickte, wurde sie im Laufe der Woche immer mehr zum Erfolg. Nachdem sich die Schüler und Lehrer bei den verschiedenen Familien gut eingelebt hatten begann gleich am Freitag 9.4.2010 eine ereignisreiche Woche. Neben der Altstadt („Intra-Muros“) von St. Malo wurden auch Exkursionen nach Dinard, der mittelalterlichen Stadt Dinan und auch zum vermutlich berühmtesten Hügel der Bretagne, dem Mont de St. Michel veranstaltet. Auch das „char à voile“ wurde ausprobiert. Hierbei rast man mit einer Art Segelboot auf Rädern über den kilometerlangen Strand von St. Malo. „Wir hatten enormes Glück denn während der Aufenthalte mit den Klassen der letzten Jahre waren die Windbedingungen jedes Mal zu schlecht“, meinte ein sichtlich zufriedener Professor Wolfgang Zach. Natürlich durfte auch ein Ausflug ans Cap Fréhel nicht fehlen.
Nach einer tollen, erfolgreichen Woche in der viel Französisch gelernt wurde trat die Gruppe am Donnerstag den 15.4.2010 die 12-stündige Heimreise an, das natürlich erst nach einem, zum Teil tränenreichem, Abschied von den Gastfamilien. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame von Chatres geriet der Bus in den Abendverkehr von Paris, der noch von dem Streik der SNCF verstärkt wurde und somit entwickelte sich der Weg in den Flieger zu einem Spiel gegen die Zeit. Auch die ständig neuen Meldungen über die Aschewolke über Nordeuropa die immer mehr Flughäfen lahmlegte trugen ihren Teil zur Aufregung bei. Letzten Endes schafften es alle Purkersdorfer in den Flieger und wurden im verregneten Wien von den Eltern bzw. Verwandten empfangen.
Im Nachhinein betrachtet hatten die 12 Stunden Reise von St. Malo nach Purkersdorf allerdings etwas wirklich Positives: Als einer der letzten Flüge konnte die Gruppe 1 ½ Stunden vor Sperrung des Pariser Flughafens noch abheben, ganz im Gegensatz zu den 7. Klassen in Irland. Das ist aber eine ganz andere Geschichte
Christoph Koller, 6B