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Dienstag, 21. Okt 2008
Fe|male, SchülerInnen gestalten technologieunterstützte LernszenarienDas Forschungsprojekt fe|male will Mädchen und Jungen für neue Technologien begeistern: „fe|male“ untersucht Web 2.0-Technologien unter dem Genderaspekt und erforscht deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht ausgehend von den Kompetenzen und Bedürfnissen der SchülerInnen.Link zum Projekt auf der Donau-Universität Krems
Dass der Einsatz von neuen Medien im Unterricht an Bedeutung gewonnen hat, wird durch die seit einigen Jahren stark ansteigende wissenschaftliche Aufmerksamkeit für das Thema unterstrichen. Auch bekannt ist, dass interaktive und spielerische Elemente den Lernprozess fördern. Der professionelle Einsatz innovativer technologieunterstützter Lernszenarien hinkt dieser Entwicklung allerdings noch hinterher. Ebenso wie der unterschiedliche Zugang von Mädchen und Jungen zu neuen Technologien bis dato erst wenig Berücksichtigung im pädagogischen Umfeld findet.
Das Forschungsprojekt fe|male widmet sich diesem Thema: „fe|male“ stellt Web 2.0-Technologien im Unterricht in den Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Diese Technologien werden unter dem Aspekt Gender sowie auf ihre didaktischen Einsatzmöglichkeiten im Rahmen eines gendersensiblen schulischen Unterrichts hin analysiert. Dabei wird – und das ist der wesentliche Ansatzpunkt des Projektes – bei der Lebenswelt der Jugendlichen angesetzt. Unter Mädchen und Jungen beliebte Internet-Beschäftigungen wie der soziale Austausch über die Netzwerke MySpace, Twitter, SchülerVZ oder Flickr, aber auch die Produktion von Inhalten innerhalb einer Community, dienen dabei als mögliche Ansatzpunkte für die Entwicklung zukünftiger technologieunterstützter Lernszenarien in der Schule.
Chancengleichheit durch die Hintertür Ausgehend von den Internet-Nutzungsgewohnheiten der SchülerInnen verfolgt „female“ drei Ziele: Erstens Lehrangebote in Hinblick auf Genderaspekte zu untersuchen und zu entwickeln und damit einen Beitrag zu leisten, auch Mädchen für technische Anwendungen unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten, Kompetenzen und inhaltlichen Präferenzen zu interessieren. Dabei wird davon ausgegangen, dass Web 2.0 Technologien, durch die die Grundgedanken des Web, also NutzerInnenfreundlichkeit, Standardisierung, Mitwirkung und Weiterverwendbarkeit verstärkt an Bedeutung gewinnen, zum „passage point“ des Technik-Gender-Diskurses erklärt werden können: „Die von Web 2.0 ausgehenden neuen Impulse könnten das Potenzial enthalten, die noch männlich dominierte Technologiegestaltung verstärkt zu ‚vergendern’“, erklärt Projektleiterin Dr.in Sabine Zauchner von der Donau-Universität Krems.
Forschung mitgestalten
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