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u + d + d =n

Spinnen die Mathematiker jetzt vollends, oder greifen die Germanisten seit neuestem auf die Formelsprache der Mathematik zurück?
Keines von beidem ist der Fall.

 

Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die dargestellte Gleichung als Neutron (n) bzw. dessen Einzelteile (u + d + d =n). Das Neutron (n),  1932  von Sir James Chadwick  (einem Schüler von Ernest Rutherford) als neutraler Bestandteil des Atomkerns entdeckt, besteht nach dem Standardmodell der Elementarteilchenphysik aus drei Quarks (zwei  Up- und einem Down-Quark).

 

Quarks sind elementare Bestandteile der Materie (d.h. sie haben keine Substruktur). Aus ihnen bestehen beispielsweise auch Protonen (positive geladene Kernteilchen mit der Zusammensetzung u+u+d=p).

 

Der Name „Quark“ geht auf den Physiker Murray Gell-Mann zurück. Er bezieht sich dabei auf eine Zeile aus dem Roman „Finnegan’s Wake“ von James Joyce, wo es heißt: „Three quarks for Muster Mark“.

 

Auch wenn das Neutron schon (beinahe) so lange existiert wie das Universum, können wir getrost zum 80. Geburtstag, oder vielleicht besser zum  80. Entdeckungsjahr gratulieren.