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Montag, 27. Okt 2008

72 Stunden ohne Kompromiss

Am 23.10.2008 fanden sich ca. 50 bestens motivierte SchülerInnen auf der Pfarrwiese in Purkersdorf ein, um gemeinsam einen Kleinkinderspielplatz zu errichten. Wie sich jedoch herausstellte sollte das gar nicht so einfach werden ...

Als sich um 8:30 endlich auch die Langschläfer eingefunden hatten (Treffpunkt war um 8 Uhr) und schon erste Kuchenstücke verspeist waren, wurde die Arbeitseinteilung vorgenommen.
Herr Prof. Sampt schaffte es in erstaunlichem Tempo jedem eine Arbeit zuzuteilen, sodass wir um ca. 9 Uhr beginnen konnten.

 

Dieses Beginnen stellte sich jedoch so heraus, dass ca. ¾  der SchülerInnen einfach nur dastanden und keine Ahnung hatten, was sie machen sollten. Doch auch dieses Problem lösten Herr Prof. Sampt und Frau Prof. Holzmeier. Mit Rat und Tat standen sie zur Seite und versuchten überall gleichzeitig zu sein. Zuerst musste der Rasen gemäht werden. Zwei Burschen meldeten sich freiwillig und nach anfänglichen Startschwierigkeiten hatten diese es geschafft anzufangen.
Unterdessen schnitten und schleppten andere Schüler eifrig Geäst und Holz.  Die Professoren erklärten derweil auch den letzten Schülern ihre Aufgaben. Schließlich hatten sie es geschafft: Alle Schüler rannten, gruben, schaufelten, schleppten, schnitten und mähten fleißig. Eine Gruppe war dabei den Zaun auszubessern und zu streichen, während wieder Andere einen Neuen errichteten.

 

Allerdings dauerte das nicht lange an: Die anfängliche Euphorie sank schnell, als sich herausstellte dass doch nicht alles so leicht war wie angenommen. Die ersten beschlossen schon Pausen einzulegen und wieder andere fragten nach dem Mittagessen. Doch das sollte noch auf sich warten lasen. Denn zuerst musste noch viel erledigt werden. Eine Gruppe wurde losgeschickt, um Gartenhandschuhe zu kaufen und ein Schild abzuholen. Wieder eine andere Gruppe musste zum Kindergarten gehen um das Gestell für ein Schaukelgerüst zu holen. Unterdessen hörte man plötzlich Schreie: Der Rasenmäher hatte zu rauchen begonnen! Schnell wurde er abgedreht, nur gab es dann ein Problem: Der Rasenmäher sprang nicht mehr an. Doch auch diese Hürde wurde gemeistert und schließlich machten gegen halb eins 50 völlig erschöpfte SchülerInnen Mittagspause.

 

Am Vormittag hatten zwar alle fleißig geschuftet, doch richtige Fortschritte waren noch nicht sichtbar, was in vielen SchülerInnen Zweifel an der Durchführbarkeit des Projektes aufkommen ließ. Doch die guten Schnitzel mit Kartoffelsalat munterten alle auf und nach einer Stunde waren alle bereit weiterzumachen. Nun ging es schneller voran: Der Rasen wurde fertig gemäht und das Weidentipi fertig aufgebaut.  Die ersten Gruppen waren fertig und vergnügten sich dabei Fußball zu spielen oder den anderen bei der Arbeit zuzuschauen.  Immer mehr SchülerInnen gesellten sich zu den Fußballern und schließlich wurde es langsam dunkel.

 

Doch der Spielplatz war noch nicht fertig: das Schaukelgerüst stand noch nicht, in der Sandkiste war noch kein Sand und auch so fehlten noch viele Kleinigkeiten. Trotzdem gingen alle, froh dass der anstrengende Tag vorbei war, zum Abendessen hinein. Danach gab es die Möglichkeit, im Gymnasium duschen zu gehen, die aber zum Leidwesen unserers Geruchssinns nicht von allen Schülern genutzt wurde.  Um 21 Uhr fand ein gemeinsamer Gottesdienst statt und danach konnten wir noch Gesellschaftsspiele, Tischfußball oder Tischtennis spielen. Um Mitternacht kam dann Herr Prof. Sampt in den Schlafsaal und langsam sanken alle in einen erschöpften und tiefen Schlaf.

 

Nach einem stärkenden Frühstück am nächsten Morgen gingen alle frischen Mutes wieder ans Werk. Wir schaufelten noch fleißig Rindenmulch und bauten das Spielgerüst auf. Schließlich stand er vor uns: Ein Kleinkinderspielplatz mit Weidentipi, Rutsche, Schaukel und Sandkiste. Erschöpft, aber mit dem Gefühl etwas Gutes getan zu haben, gingen schließlich alle Schüler nach Hause. Obwohl viele SchülerInnen ihre freien Tage geopfert hatten und die Aktion anstrengender war, als es sich so manch einer vorgestellt hätte, würden die meisten sofort wieder an einem derartigen Projekt teilnehmen.

 

Gina Christof, 5A

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