Pilgrim 2010Projekt: Äthiopien – ein Land voller Hoffnung?Im Schuljahr 2009/10 wurde das Projekt „Äthiopien – ein Land voller Hoffnung?“ gestartet um die Arbeit von „Menschen für Menschen“ zu unterstützen. Das Projekt umfasste mehrere Klassen und Fächer.
Am 16. Mai 1981 wettet Karlheinz Böhm in der ZDF-Sendung "Wetten, dass..?", dass "nicht jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen in der Sahelzone spendet". Karlheinz Böhm gewann die Wette und flog trotzdem mit 1,2 Mio. DM im Oktober 1981 nach Äthiopien. Am 13. November 1981 gründete er in Deutschland die Hilfsorganisation Menschen für Menschen.
Seitdem lebt er mehrere Monate pro Jahr unter einfachsten Bedingungen in Äthiopien. In der restlichen Zeit des Jahres nimmt er Medientermine und Vorträge wahr, um auf die Arbeit seiner Stiftung aufmerksam zu machen. Er arbeitet nun seit 29 Jahren ehrenamtlich, ohne Gehalt oder Honorar. "Als Motivation dient mir das kleine Wort WUT", erklärt Böhm, "Wut über die ungerechte und menschenverachtende Diskrepanz zwischen Arm und Reich."
Aus www.mfm.at
Das Projekt umfasste mehrere Stationen: 1. Vortrag von Mag. Katharina KatzerIm Fach Geographie und Wirtschaftskunde lernten die SchülerInnen der 4. Klassen zunächst das Land Äthiopien kennen. Vertieft wurde das Wissen mit einem Vortrag über die Arbeit von „Menschen für Menschen“ über den Gründer Karl-Heinz Böhm, Bildung und Bildungsprogramme, Aufforstung, Wassernutzung, Anbauprojekte und viele andere Projekte in Äthiopien.
Um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern in Afrika hervorzuheben, luden wir einen Priester ein, der seit 22 Jahren bei den Massai in Kenia lebt.
Die Ziele von „Menschen für Menschen“:
2. Einblick in die Arbeit mit MassaiBarabara Tarimo aus Kenia besucht das Gymnasium Purkersdorf Im Oktober besuchte uns der Priester Barabara Tarimo aus Kenia. In dieser fächerübergreifenden Symbiose von Geographie und Religion versuchte er den SchülerInnen der 5. Klassen das Land, Brauchtum und Religion in Kenia näherzubringen. Es ist eine Arbeit, die ihn zur Gänze ausfüllt. Neben seiner Arbeit als Seelsorger bemüht er sich ständig um die Weiterbildung der Menschen in vielen Bereichen wie Landwirtschaft, Gesundheit, Ökologie und Umweltschutz. Seine Kindheit verbrachte er am Fuße des Kilimanjaro, in der Gegend um die Stadt Moshi. Nach seiner Schulzeit in Tanzania trat er in das Priesterseminar der Diözese Ngong (Kenia) ein, in der er nun schon seit 22 Jahren als Priester unter den Maasai arbeitet. Von 1997 bis 2002 war er zum Studium der Moraltheologie in Wien und Aushilfsseelsorger in der Pfarre Mauerbach. Nach dem Abschluss seiner Doktorarbeit kehrte er nach Kenia zurück, wo er nun in der Pfarre Ololkirikirai arbeitet.
Ololkirikirai liegt westlich von Nairobi, unweit der Bezirkshauptstadt Narok. Die Pfarre umfasst 26 Außenstationen in einem Umkreis von rund 90 km. Die Arbeitschwerpunkte liegen in den folgenden Bereichen: Evangelisierung, Caritas und Existenzsicherung. Näheres zur Person, den Massai, … findet man unter: www.barabara.at 3. Kerzenziehen im ReligionsunterrichtBericht einer Schülerin:
Wir erwärmten das Wachs und als dieses flüssig war tauchten wir weiße Kerzen in das heiße Wachs. Dieser wurde dann färbig. Während einige mit dem Kerzenziehen beschäftigt waren, bastelten die anderen SchülerInnen Weihnachtskrippen und Adventkränze. 4. AdventbazarDies alles verkauften wir mit anderen Sachen (Bücher, Stofftiere, CD,…) auf einem Adventbasar am Elternsprechtag. 5. Gestalten von Osterkarten für ÄthiopienIm Rahmen des Religions- und Deutschunterrichtes gestalteten die SchülerInnen Osterkarten mit Weizenkörnern und folgendem Text:
Bauernfamilien in Äthiopien brauchen jetzt Saatgut. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie den Zugang zu Setzlingen für verschiedene Obst- und Gemüsesorten, sowie Saatgut für Getreide. Mit Ihrer Hilfe haben Kinder in Äthiopien genug zu essen! DANKE! 6. Biologie in der PraxisDie 3F hat im Biologieunterricht das Thema Nutzpflanzen durchgenommen und das Wissen beim Anbau von Pflanzen sofort umgesetzt. Wir konnten wählen zwischen Sonnenblumen, Gurken, Tomaten, Zuckermelonen und Kürbissen. Dabei haben uns Prof. Holzmeier und Prof. Sampt Tipps zum Anbau und Pflege der Pflanzen gegeben. Als erstes haben wir kleine Schüsseln bekommen in die wir dann Erde gegeben haben. Nachdem die Schüsseln angefüllt waren durften wir uns die Samen aussuchen, die wir einpflanzen wollten. Dann haben wir unsere Samen gegossen und in Kartonkisten in die Pflanzen getragen. Es war sehr lustig mit Nutzpflanzen zu arbeiten - besser als sie nur aus dem Buch zu kennen. Diese Pflanzen können übrigens, wenn sie etwas größer geworden sind, für eine freiwillige Spende erworben werden. Der Erlös kommt einem Bildungsprojekt der Organisation „Menschen für Menschen“ in Äthiopien zugute. www.mfm.at
Sebastian Eibl, Christoph Rebernig 3 F
Insgesamt konnten wir über 400€ an „Menschen für Menschen“ übergeben. |