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PILGRIM PROJEKT 2014/15

Zeitraum:

Do. 16. Oktober ab Mittag, 17. Oktober ganztägig, 18. Oktober bis zu Mittag

 

Wer:

Jugendliche des BG/BRG Purkersdorf, Klasse 7B, Betreuung durch die Schule (Mag. Karin Thurnher, Mag. Regina Traxler, Mag. Matthias Barton, Mag. Stefan Sampt) in Kooperation mit dem Naturpark Purkersdorf (Ing. Susanne Käfer), Gemeinde Purkersdorf, Kath. Pfarre Purkersdorf

 

Ziel:

Verbesserung der Situation im Bereich der Kellerwiese (Jugend- und Kinderspielplatz)

 

Projektbeschreibung:

Die aktuelle Situation im Bereich Kellerwiese kann wie folgt beschrieben werden:

 

Oberer Bereich:

Kleinkinderecke: Sandkiste, Schaukeln, die Rutsche wurde durch Vandalismus zerstört,

Spielgeräte abgebaut.

Wiesenfläche

Atrium neben dem ehemaligen Rutschenhügel – verwahrlost

 

Unterer Bereich:

Einige Bereiche in denen Sitzgruppen angeordnet sind, die diversen Böschungssicherungen sind vermodert; Stiegen, die Verbindungen schaffen zwischen den verschiedenen Ebenen ebenfalls vermodert, bzw. die Geländer dazu mutwillig zerstört.

Im Bereich dazwischen wurde die Seilbahn erneuert.

 

In folgende Bereiche wollen die Jugendlichen im Rahmen der 72 Stunden Verbesserungen herbeiführen:

  • Atrium und Rutschen Hügel 
  • Wiesenfläche neben dem ehemaligen Labyrinth
  • Sitzgruppen im unteren Bereich

Beschreibung der geplanten Maßnahmen:

Atrium und Rutschen Hügel:

Atrium:

Das Atrium soll ausgeschaufelt werden, aus Lärchenstehern, Baumstämmen, Ast- und dünnem Stammmaterial aus der Böschungsdurchforstung wird ein neues attraktives Atrium gestaltet, wo man als kleine Gruppe gut zusammen sitzen kann.

Siehe dazu auch Planskizzen

 

Rutschen Hügel:

Sämtliche Steintreppen, alte Holztreppen sollen entfernt werden, die blanke Fläche im Anschluss an das Atrium wird mit einem Klettergerüst ähnlich der Garten Tulln versehen. Die dafür notwendigen Hölzer stammen aus der Durchforstungsmaßnahme an der Böschung der Kellerwiese zur Bundesstraße.

 

Wiesenfläche neben dem ehemaligen Labyrinth:

In diesem Bereich soll ein kleiner sinnlicher „Garten“ entstehen. Das bestehende Labyrinth, ebenso wie die Hecke, die die Abgrenzung zur Seilbahn bildet wird auf die Höhe von etwa 1,60 m zurückgeschnitten. Der verbleibende Astschnitt wird als Material für einen „natürlichen“ Zaun als westliche Abgrenzung verwendet, welcher auch mit rankenden Pflanzen (Himbeeren) überwachsen werden soll. In der Fläche werden aus Brunnenringen 2 Baumscheiben geschaffen, bepflanzt mit jeweils einem Apfelbaum, in die Baumscheibe werden Kräuter gepflanzt. Ebenso werden 2 der Holztröge vom Areal der Generationenwald Plattform in diesen Bereich übersiedeln und mit Stauden und Kräutern bepflanzt. Im Zentrum dieses sinnlichen Bereichs wird eine Sitzbank platziert, die zum Verweilen einlädt.

 

Unterer Bereich der Kellerwiese:

Der untere Bereich der Kellerwiese hat derzeit an mehreren Stellen Sitzgruppen teilweise in kleinen „Nischen“.

Die Böschungssicherungen dieser alten Nischen sollen entfernt und teilweise erneuert werden, diverse vorhandene Stiegen müssen erneuert, manche auch komplett entfernt werden, da sie ohnehin nicht mehr nutzbar sind. Parallel dazu werden die Flächen begradigt und mit Grädermaterial verbessert.

 

Notwendige Maßnahmen im Vorfeld:

Durchforstung des Böschungsstreifens zwischen Kellerwiese und Bundesstraße, freischneiden der Bereiche der Wiederlager der Übergangsbrücke, Verbesserung der Sicht auf den Bereich der Kellerwiese um in Zukunft auch dadurch eine Eindämmung von Vandalismus Aktivitäten zu bewirken.

Das gewonnene Material wird für die Verbesserungen verwendet – Nachhaltigkeit!

 

Materialien, welche durch den Bauhof bereitgestellt werden:

Eine Hütte um das Werkzeug zu lagern

3 Schiebetruhen

8 Schaufeln

4 Spitzhacken

3 Rechen

Kleinwerkzeug wie Hammer etc.

4 Brunnenringe 30 cm hoch

Lose Erde zum Füllen der Ringe (etwa 3 m³)

 

Materialien vom Naturpark:

Diverses Schraub- und Befestigungsmaterial, kleine Astsägen, Bohrer, Schaufeln, Spaten, Heckenscheren, Rosenscheren, Arbeitshandschuhe, Erste Hilfe Koffer, Holz aus vorhandenem Lagerbestand, …

Holz kommt aus der Durchforstung der Böschung

Rindenmulch, Grädermaterial

„Lass dich nicht Pflanzen –setz‘ dich ein!“

Die neue Kellerwiese

Wer hätte noch vor wenigen Wochen gedacht, dass wir einmal zusammen Schaufeln und Spitzhacken in die Luft schwingen? Purkersdorf, 13.00: Die Arbeiten haben schon längst begonnen, denn die Schüler der Klasse 7B haben die nächsten drei Tage im Rahmen des jährlichen 72 Stunden Projekts für die Verschönerung des Naturparks Kellerwiese zu sorgen. Harte Arbeit und viel Engagement inbegriffen!

Vorgeschichte
Nach wochenlangen Vorbereitungen unter der Leitung von Herrn Professor Sampt und Frau Käfer seitens des Naturparks war es am 16. Oktober  um 12 Uhr endlich soweit: 26 Schüler arbeiteten an verschiedenen Plätzen im Park.
Denn es gab einen beachtlichen Aufholbedarf auf der Kellerwiese. Länger schon war sie als aufgrund von Vandalismus ungepflegt - und nicht mehr als „das was sie einmal war“ - verschrien: Verwilderte Vegetation, morsches Holz und zerstörte Spielplatzelemente prägten das Bild des Naturparks.

Um wieder einen Ort zu schaffen, an dem sich jeder wohlfühlen - und mehr für die Besucher angeboten werden kann - ließen wir uns so Einiges einfallen. Ein neues, verbessertes Atrium, der „sinnliche Garten“ neben dem ehemaligen Labyrinth, die Erneuerung der morschen Böschungssicherung, das Stutzen der Bäume und die Optimierung der Sitzgruppen waren dafür da, in Angriff genommen zu werden!

Unsere Motivation

„Trotz der anfänglichen Unsicherheiten haben mich die verschieden Aufgaben doch davon überzeugt, dass dieses Projekt sinnvoll - und erfolgreich - sein wird“, gibt Nina Petzl zufrieden bei einem Glas Apfelsaft während der Pause zu. Anfänglich war das vorherrschende Gefühl der Vorfreude, gemischt mit Überforderung, ganz nach dem Motto „Können wir das überhaupt?“ Schon nach wenigen Stunden waren schon beachtliche Fortschritte zu verzeichnen und die Stimmung wurde immer positiver. Wir wuchsen über uns hinaus - schafften so viel mehr als wir uns zugetraut hätten. Freunde, die man Tag ein, Tag aus in der Schule sieht und zu kennen glaubt, überraschten bereits am ersten Tag  mit ungeahnten Fähigkeiten!

Auch am zweiten Tag des Projekts hielten wir den teilweise starken Regen durch: Die Nässe hielt uns nicht davon ab, unsere Arbeiten weiterzuführen. Es wurde wieder kräftig  geschaufelt, vermessen,  gesägt, usw.
Nicht zuletzt aufgrund der Unterstützung (und dem warmen Süppchen) der Pfarre und des Sene Curas, die für die Verpflegung sorgten und uns eine trockene Unterkunft zur Verfügung stellten, waren wir zu Höchstleistungen fähig.

 

 

Was wurde alles umgesetzt?

Der „sinnliche Garten“ – vorher nicht mehr als ein scheckiger Flecken Wiese- verwandelte sich in weniger als 72h in den neuen „Ruhepol“ der Kellerwiese: Das bestehende Labyrinth, ebenso wie die Hecke, die die Abgrenzung zur Seilbahn bildet, wurde auf die Höhe von etwa 1,60 m zurückgeschnitten. Begrenzt von einer Privatsphäre spendenden Mauer, welche aus dem verbleibenden Astschnitt besteht und mit rankenden Himbeerpflanzen überwachsen werden soll, können die Besucher nun die herrliche Natur genießen und sogar ein bisschen naschen. Denn zwei Brunnenringe wurden mit je einem Apfelbaum bepflanzt und zwei Kräuterbeete unmittelbar neben einer zum Verweilen einladenden Bank aufgestellt.

So wie in alten Zeiten sieht dazu wieder das Atrium aus. Viel Fleiß und Kopfarbeit ermöglichten die perfekte Umsetzung: Der Bereich wurde ausgeschaufelt und aus Lärchenstehern, Baumstämmen, Ast- und dünnem Stammmaterial aus der Böschungsdurchforstung entstand ein neues attraktives Atrium, das sich nun ganz besonders für kleine Gruppen eignet. Gleich daneben wurden sämtliche Steintreppen und alte Holztreppen entfernt, und die blanke Fläche im Anschluss an das Atrium mit einem Klettergerüst versehen. Die dafür notwendigen Hölzer - ganz im Sinne des Naturparks - stammten aus der Durchforstungsmaßnahme an der Böschung der Kellerwiese zur Bundesstraße.  

Der untere Bereich der Kellerwiese hatte an mehreren Stellen Sitzgruppen in kleinen „Nischen“.  Alles in allem wurde also viel gestutzt und begradigt, um besagte Plätze wieder ordentlich aussehen zu lassen. An der Front „Böschungssicherungen“ tat sich beachtlich viel: Die vorher morschen und abgefaulten Holzstreben und Stiegen wurden mühsamst entfernt, die überflüssige Erde um die Picknickplätze begradigt, da sie nicht mehr nutzbar waren.

Unser Resümee

Ganz besonders möchten wir hervorheben, wie gut das 72h Projekt unserer Klassengemeinschaft getan hat: Klar, die gemeinsame Herausforderung verbindet. Zusammen an Probleme heranzugehen und sie zu lösen, machte zudem unheimlich Spaß. Zusammenarbeiten - draußen in der Natur - und dann gemeinsam zufrieden auf konkrete Fortschritte blicken zu können, war eine sehr schöne Erfahrung. Denn ganz im Gegensatz zum eher tristen Schulalltag, lediglich bestehend aus Herausforderungen für den Kopf, lernten wir es kennen, wie es ist, stundenlang schwer körperlich zu arbeiten. Wir erfuhren eine Menge über uns: Wieviel wir leisten können, aber auch wo unsere Grenzen sind - und das alles im Rahmen eines gemeinnützigen Projekts, bei dem wir wirklich sicher sein können, dass wir etwas Gutes für ganz Purkersdorf getan haben! Zusammenfassend: Wir, die „Hackler“ der 7B des Gymnasium Purkersdorf, setzten uns gerne ein - und freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Ein Video wurde unter http://youtu.be/u32mG2KR_ms veröffentlicht.