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PILGRIM PROJEKT 2015/16

„Blind Date“

 

Im Naturpark Purkersdorf – unweit des Gymansiums Purkersdorf – gibt es die sogenannte „Kellerwiese“ – ein Treffpunkt für Jung und Alt. Da befindet sich auch ein Naturlehrpfad mit sinnlichen Stationen - ein barrierefreies Erleben der Natur. Der etwa 1 Kilometer lange Weg besteht aus 14 nummerierten Tafeln in Tast- und Augenschrift. Den Sehbehinderten wird ein geführter Weg in die Natur geboten, den Sehenden eine neue Möglichkeit, die Natur nicht nur mit den Augen, sondern mit der Nase, den Ohren, den Händen und den Füßen zu erleben. Die Entfernungsangaben sind in Meter bis zur jeweils nächsten Station. Ertastbare Pfeile auf den Tafeln und insgesamt 6 Bodenschwellen am Weg erleichtern zusätzlich die Orientierung. Unterschiedliche Wegbeschaffenheiten wechseln entlang des Lehrpfades: Schotter und Kies, Waldboden und Holz, nach Regenfällen kann es stellenweise auch matschig sein. Der Weg ist teilweise mit Handlauf oder einer Seilführung ausgestattet. Das Ende des sinnlichen Lehrpfades ist besonders gekennzeichnet.
Dieser Weg ist leider schon in die Jahre gekommen und wurde im Rahmen dieses Projektes revitalisiert und zum Teil ganz neu gestaltet. Unter fachkundiger Anleitung des Naturparks Purkersdorf und in Kooperation der beiden Schulen: der Sehbehindertenschule Fünfhaus und dem Gymnasium Purkersdorf.

Im Zuge des Projektes sammelten die SchülerInnen interessante Erfahrungen, die Welt ohne Sehkraft zu erforschen. Unter dem Motto „Blind Date“ besuchten die SchülerInnen ihre Projekt-Partner – die Sehbehindertenschule in Rudolfsheim-Fünfhaus. Zuerst lernten sie sich in einem Sitzkreis kennen, um danach Aufgaben gestellt zu bekommen.
Die Schüler der deiden Schulen verstanden sich sofort. Gemeinsam arbeiteten sie an verschiedneen Stationen – zum Teil waren die Augen mit Augenbnden verdeckt.  Es wurde versucht Brote zu schneiden und zu streichen, „Mensch ärgere dich nihct“ zu spielen, in Brailleschrift zu schreiben oder mit einemBlindenstock zu gehen.

Danach gab es einen Gegenbesuch in Purkersdorf. Unter der fachkundigen Führung von DI Susane Käfer vom Naturpark Purkersdorf erkundeten die SchülerInnnen den alten „Blind Date Weg“ auf der Kellerwiese. Unter Einbindung der Schüler soll dieser neu gestaltet werden.

Das Gesellschaftsspiel „Mensch ärgere dich nicht“ wurde mit dunklen Brillen zu einer komplett neuen Erfahrung. Brailleschrift mit Schreibmaschine zu Papier bringen muss man erst lernen.

Selbst einfache Tätigkeiten wie Gemüse schneiden wird ohne Augenlicht zu einem heiklen Unterfangen.

Im Naturpark Purkersdorf versuchen die SchülerInnen, die Blindenschrift zu entziffern.

Dialog im Dunkeln

 

Im Dezember durften wir, die 4E in Begleitung von Prof. Sampt und Prof. Luegmaier, den Dialog im Dunkeln besuchen. Es ist eine Führung durch ganz dunkle Räume, in denen Alltagssituationen blinder Menschen realistisch dargestellt werden, wie z.B.: eine Straße zu überqueren.
Zusätzlich bekamen wir einen Blindenstock, mit dem wir alles ertasten konnten. Unser Führer war ebenfalls blind und es war sehr beeindruckend wie er sich im Dunkeln zurechtfand, da er das ja schon gewohnt war. Zum Schluss unterhielten wir uns noch mit einem Barkeeper in seiner dunklen Bar, in der sich auch ein paar von uns „blind“ Getränke kauften.
Schnell haben wir einen Eindruck vom Leben eines Blinden bekommen und bewundern die Leute, die das jeden Tag durchleben.

Erarbeitung der Texte für die Tafeln

 

Am 4. April 2016 kam die Leiterin, des Naturparks-Purkersdorfs, Frau Gabriela Orosel zu uns in die Schule. Mit ihr besprachen wir, die zuvor gesammelten, Erneuerungsvorschläge für die Informationstafel im Naturpark-Purkersdorf. Die Tafeln sollten nicht nur erneuert sondern auch der Text, der in Brail-Schrift (Blindenschrift) geschrieben ist, verkürzt werden.
In Kleingruppen, von bis zu 3 Leuten, haben wir dann unwichtige Informationen gestrichen, neue Informationen hinzugefügt und alles in eine steckbriefähnliche Form gebracht. 

 

Zum Beispiel:                             

DER AHORN

 

  • Das Aussehen eines Ahornblattes: Hand-ähnliche Form; Farbe: im Frühjahr & Sommer grün, im Herbst gelb-rot
  • Jungbäume haben glatte Rinde, bei alten Bäumen ist sie rissig. Die Frucht der Ahornbäume, bestehen aus zwei Hälften die jeweils aus einem „Flügel“ und einem Samen bestehen. Man kennt sie auch unter dem Namen „Nasenzwicker“
  • Das weitverbreitete Ahornsirup wird aus dem Nordamerikanischen „Zucker-Ahorn“ gewonnen.
  • Der Ahornbaum kann runde aber auch kegelförmige Kronen haben.
  • Die nächste ist Tafel ist ca. 2 Meter rechts von Ihnen.


Weitere Bäume mit denen wir uns beschäftigt haben sind: Kastanie, Lärche, Rotbuche, Weißbuche, Kiefer, Tanne und Fichte.

Austausch mit der Pilgrimschule aus Psczynie (Polen)

 

Von 12.6. bis 14.6. durften wir, die Religionsschüler/innen und Moritz Aschauer der 4E und Sarah Sonnberger der 4D, mit Herrn Prof. Sampt, eine Gruppe von Schülern aus Polen aufnehmen und mit ihnen die 3 Tage verbringen.
Sonntagnachmittag wurden sie von den Gastfamilien empfangen und es fand ein gemütlicher Austausch der Kulturen statt.
Am darauffolgenden Tag starteten wir mit einer Führung durch unsere Schule und einer kleinen Jause. Danach besichtigten wir unter der Führung von DI Gabriela Orosel den Purkersdorfer Naturpark (http://www.naturpark-purkersdorf.at) und pflanzten als Symbolakt 10 Bäume im Naturpark.  Mit fachkundiger Anleitung des Imkers Benno Karner (www.bieno.at) konnten wir die Bienenkönigin mit eigenen Augen betrachten wagten es sogar, den frischen Honig aus der Wabe zu verkosten.
Auf der Schülerterrasse aßen wir eine Pizza und machten uns auf den Weg zum Stephansdom und anschließend zum Schloss Schönbrunn.
Zu guter Letzt, begleiteten wir unsere Gastschüler zu ihrer Zertifizierungsfeier nach Wien, bei der sie eine Auszeichnung für ihre Pilgrimschule in Polen bekamen. Nach einem leckeren Buffet mussten wir uns dann jedoch schon wieder von unseren Austauschschülern verabschieden, die eine 5 stündige Fahrt zurück in ihr Heimatland vor sich hatten.
Es waren sehr interessante Tage, an denen wir viel Spaß hatten. Wir freuen uns schon, wenn wir nächstes Schuljahr hoffentlich auch zu ihnen nach Polen reisen dürfen!

Julia Steirer, Anna Oberkleiner & Valerie Gouche (4E)

 
 

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