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PROJEKTBERICHT

Thema: Unterschiedlichkeit sehen, schmecken und verstehen

1. Welche Themen der Nachhaltigkeit sind betroffen:
Ökologie – Ökonomie – Soziales – Spiritualität 


 

Materialien, die Durchführung und Ablauf des Projektes verdeutlichen (in Wort und Bild):  Begegnungen, Veranstaltungen, Plakate, Zeitpläne, Auswirkungen, Folgeaktivitäten usw.

Im  Schuljahr 2016/17 haben sich drei Klassen an den Pilgrimprojekten beteiligt. Es wurden 3 Projekte geplant und durchgeführt.

Programm:
Di. 11.10 Besichtigung und Ideenfindung von Seiten der Jugendlichen (Ergänzung der Ideen soweit möglich…)
 
Start am Do. 20. Juni um 09:00 auf der Kellerwiese.
Start UMF Wintergasse: 09:00 (Treffpunkt 8:00 Schule)  
Start UMF Gablitz:  09:00

09:00 – 12:00 Kellerwiese
12.30    Mittagessen im Pfarrheim

14:00 – 17:00 Kellerwiese/Wintergasse/Gablitz
17:30 Abendessen im Pfarrheim
Abendprogramm in der Schule mit Übernachtung: Schlafsack, Spiele, Toilettenartikel, Handtuch, Hausschuhe, Sportkleidung, …

Freitag: 21.10.2016:
08.00  Frühstück in der Pfarre
09:00 – 12:00  Kellerwiese/Wintergasse/Gablitz
12.30 Mittagessen im Pfarrheim
14:00 – 17:00 Kellerwiese/Wintergasse/Gablitz

Projekt 1: In diesem Schuljahr 2016/17 hat eine 6. Klasse an 2 Schultagen die Kellerwiese in Purkersdorf verschönert und erweitert. Gemeinsam haben wir uns folgende Projektziele gesetzt, dabei standen unsere Sinne im Mittelpunkt:

• Schmecken: Erweiterung der Strauchbepflanzung auf der Kellerwiese an verschiedenen Bereichen durch Vorbereitung & Pflanzung einer essbaren Naschhecke, von Pimpernuss und Wildkirschen.

• Verstehen: (Wie entsteht Boden?) Vorbereitungen zum Bau eines neuen Naturpark-Kompost-Platz (zur künftigen Herstellung von Naturpark-Erde)

• Sehen: Kontrolle & Ergänzung von den bereits geschaffenen Naturpark-Spielgeräten auf der Kellerwiese (vom 72. Std. Projekt 2014 – im Sinne der Nachhaltigkeit)

Außerdem haben wir eine Jugendsitzecke, und eine Grafittiwand gebaut, ein Labyrinth und eine „sinnliche Ecke“, inklusive der oben genannten Naschhecke angelegt.
Unterstützt wurden wir dabei von der Pfarre Purkersdorf, die uns kostenfrei bekocht hat.
Trotz des schlechten Wetters hat uns das Projekt allen Spaß gemacht und wir freuen uns Purkersdorf ein  Stück schöner gemacht zu haben!
Wieder ein Pilgrim-Projekt: ökologisch, ökonomisch, nachhaltig und mit einem Hauch von Spiritualität.
Herzlichen Dank an alle Unterstützer: Kath. Pfarre und Gemeinde Purkersdorf, Sozialzentrum SeneCura, Fa. Klissenbauer (www.klissenbauer.co.at)

 
 

2. Aktion: Errichtung von Hochbeeten und Ausmalarbeiten im UMF Flüchtlingsheim Wintergasse in Purkersdorf
Hier errichteten und bepflanzten 30 SchülerInnen mit Hilfe der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zwei Hochbeete im Flüchtlingsheim.

Aktion: Marmelade einkochen: Schleckermäuler kamen ebenfalls auf ihre Kosten, denn 26 SchülerInnen der 4C kochten mit den UMF`s aus dem Flüchtlingsheim Gablitz Marmelade ein und produzierten auch Gläser mit eingelegtem Gemüse. Im Advent gossen die SchülerInnen Kerzen (Recycling) für den 1. Adventmarkt in der Schule. Die SchülerInnen konnten am Ende einen Betrag von 500€ an die Heimleitung übergeben.

Persönliche Stellungnahme(n) (O-Ton von Lehrern und Schülern) / Reflexion

Da sitze ich nun… in einem Raum mit 10 Flüchtlingen, nachdem ich so viel in den  Nachrichten gehört und gelesen habe Und sie schauen so glücklich aus…doch wie? Sie tanzen und singen fröhlich zur Musik und es sieht alles wunderbar aus aber leider ist es ist nicht die Realität. Wie ist es wohl so weit weg zu sein von allem, was einem am Herzen liegt. Wie ist es wohl seine Familie schon ein ganzes Jahr nicht mehr gesehen zu haben und man sich nicht einmal auf ein Wiedersehen freuen kann. Doch ich kann mir denken, was ihnen zumindest ein wenig Freude bereitet: Sicherheit! Geborgenheit! Freiheit! Wir, die Menschen aus Europa, wir können und nicht vorstellen, was das bedeutet! Für und ist das selbstverständlich, normal, unbedeutend, doch es ist das Gegenteil. Wie wichtig wird es wohl sein, wenn es 15 Jährigen, die alles verloren haben, ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Ich habe gestern sehr viel gelernt, über neue Kulturen andere Perspektiven und andere Welten. Ich verstehe jetzt wieso es so wichtig ist diesen Menschen Freude zu schenken. Ich habe so viele Geschichten gehört, über Leben, die von einer Minute auf die andere zerstört wurden. Ich verstehe jetzt, wie wichtig es ist sich um diese Menschen zu kümmern, denn nur so wird Frieden herrschen.
Deswegen haben wir und entschieden dieses Flüchtlingsheim zu unterstützen und haben gemeinsam mit den dortigen Bewohnern Marmeladen gekocht. Dadurch unterstützen wir das Heim mit den Einnahmekosten der Marmeladen, die Anschließend gespendet werden.


Die meisten Filme haben ein Happy End.
Doch wird unsere Welt auch eines haben?
Ohne Krieg, ohne Gewalt, ohne Hass und ohne Menschen die nach Macht hungern. So viele Menschen müssen leider dies durchleben. Wir haben ein paar davon in einem Flüchtlingsheim in Gablitz besucht. Es herrschte eine gewisse Atmosphäre von Frieden und Liebe. Sie können endlich ihre Kindheit leben, mit Freunden weggehen, Fußball spielen und einfach in der Gegend herumspazieren, ohne Furcht zu haben. Natürlich haben sie auch ein bisschen Heimat mitgebracht. Sie tanzten zur Musik, die von persischen Künstlern gesungen wird. Sie kochten mit verschiedenen Gewürzen, die wir nicht mal kennen. Mich macht dieser Gedanke glücklich, sie so lebhaft und fröhlich zu sehen. Doch dahinter gibt es eine ganz andere Geschichte. Als ich mich zu ihnen setzte und mit ihnen in Ruhe redete, merkte man, dass sie nicht nur fröhlich sind. Manche sind schon ein Jahr hier, manche aber auch erst ein paar Monate. Ich bin so überwältigt, wie viel Mut und Kraft hinter ihnen steckt. Ich habe gestern gelernt, dass das Wichtigste im Leben, Familie, Liebe und Frieden ist.
Weil uns diese Menschen so sehr inspiriert haben, wollen wir ihnen helfen und werden jeden Cent aus dem Verkauf der Marmeladen Gläsern an das Flüchtlingsheim spenden.
Danke für Ihre Unterstützung und vergessen Sie nicht, das Leben ist wertvoll!


Im Rahmen dieses PILGRIM – Projektes besuchten wir unsere PILGRIM – Partnerschule in Pszczyna:

He Hey Pszczyna!
Am 28.04.2017 fuhren wir (Wojciech Rusowicz 5C, Jonas Pils, Sarah Sonnberger und Lara Brusic 5B) mit Herr Professor Sampt in unsere Partnerschule nach Polen. Nach einer fast 5-stündigen Zugfahrt kamen wir am Bahnhof in Pszczyna an. Dort wurden wir von einer Lehrerin, 2 Studenten und einem Schüler abgeholt und in die Schule gefahren. Zuerst brachten wir unser Gepäck in die Wohnung, in der wir die folgenden Nächte verbrachten und spielten dann Kennenlernspiele um die polnischen Schüler besser kennenzulernen.
Am nächsten Tag besichtigten wir einen jüdischen Friedhof und spazierten durch einen schönen Park  zu einem Streichelzoo. Über den Hauptplatz gelangten wir zu einem Buchdruckmuseum, in dem wir eine interessante Führung bekamen und selbst eine alte Druckmaschine benutzen durften.
Mit großem Hunger genossen wir die polnischen „Pierogi“ (Teigtaschen). Danach besichtigten wir ein nachgebautes, altes polnisches Dorf in dem wir viel Spaß hatten. Wenig später schauten wir uns eine Holzkirche aus dem 15. Jahrhundert an, die uns allen sehr gefiel. Am späteren Nachmittag besuchten wir wunderschöne Gärten, in denen wir auch Schach und Botcher spielten.
Am Sonntag in der Früh fuhren wir mit einem Bus in eine Ortschaft namens „Bielsko biale“ und freuten uns auf die Sommerrodelbahn. Mit einer Gondel fuhren wir auf die Spitze eines Berges, auf dem wir Tee tranken und die Aussicht genossen. Nach einer Zugfahrt und einem Spaziergang kamen wir bei der Familie einer Schülerin an, grillten beim Lagerfeuer und lernten die Direktorin der Schule kennen. Außerdem durften auch reiten, was Herr Professor Sampt sehr genoss. Am Abend spielten wir in unserem Quartier Billard und Tischtennis. Als es dunkel wurde machten wir noch einen Spaziergang durch Pszczyna und kauften polnische Spezialitäten.
Am Montag in der Früh fuhren wir wieder zum Bahnhof in Pszczyna, verabschiedeten uns von unseren polnischen Freunden und fuhren nach Hause.
Wir freuen uns schon auf die nächste Reise nach Polen.

Wojciech Rusowicz 5C, Jonas Pils, Sarah Sonnberger und Lara Brusic 5B

 
 

6. Alle beteiligten Lehrer/innen, mit Email-Adresse

Mag. Regina Traxler
Mag. Sebastian Seidl
Mag. Christian Auinger
Mag. Philip Markanovic-Riedl
Mag. Stefan Sampt

 

 

Medienberichte: Naturpark Purkersdorf

NÖN, Okt. 2016

Aus dem Pfarrblatt der Pfarre Purkersdorf