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Dienstag, 25. Sep 2018

Niemals vergessen

Obwohl zweifellos alle OberstufenschülerInnen schon einmal etwas von Gaskammern, Krematorien, Steinbrüchen und Konzentrationslagern im Schulunterricht gehört haben, ist es unglaublich schwierig, sich ein Bild von den unvorstellbaren Umständen der damaligen Zeit zu machen.

 

Am Dienstag, den 11.09.2018, durften die Klassen 8ABCD die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Mauthausen besuchen. Nach eineinhalb Stunden Busfahrt erreichten wir das Konzentrationslager, wo unsere Führung am ehemaligen Sportplatz der SS begann, welcher direkt neben dem Krankenlager des Konzentrationslagers angelegt war. Wir erfuhren, dass der Sportplatz nach dem Krieg zu einem Friedhof umfunktioniert und eine Trauerweide zum Gendenken an die Opfer gepflanzt wurde. Die Tour ging zur Klippe neben dem Steinbruch weiter, in dem die Häftlinge des Konzentrationslagers arbeiten mussten. Rund um die Klippe waren einige Denkmäler unterschiedlichster Länder und Kulturen aufgebaut worden, um die Erinnerung an die im Laufe des Krieges etwa 200.000 Gefangenen in Mauthausen oder einem seiner Nebenlager aufrecht zu erhalten. Zu den Füßen einzelner Denkmäler lagen viele weiße Steine – ein jüdischer Brauch, um die Verstorbenen und Opfer des Holocaust zu ehren und ihrer zu gedenken. In den Baracken des Konzentrationslagers wurde uns der Lageralltag näher gebracht. Unsere Tourleiter gingen geduldig und kompetent auf all unsere Fragen ein und gaben uns einen tiefen Einblick in das Leben der Opfer des Lagers, in dem von 1938-45 schätzungsweise 100.000 Personen ums Leben kamen. Wir hörten Auszüge von persönlichen Lebensberichten Überlebender, erfuhren etwas über das Lagerbordell, den Bau der Außenmauern und den Ausbruchsversuch etwa 500 russischer Häftlinge im Februar 1945, der in die sogenannte „Mühlviertler Hasenjagd“ mündete. Abschließend gingen wir durch die Keller des KZ. Die Stimmung war sehr bedrückend und die dort abgelegten Blumen und Gegenstände sowie die lange Liste der namentlich erfassten Opfer stimmten nachdenklich, vermittelten aber auch den Eindruck, dass die Erinnerung an die Verstorbenen damit am Leben erhalten wird. Der Besuch war unglaublich interessant und aufschlussreich und wir bedanken uns bei unseren Guides für die herzlichen und unglaublich informativen Führungen.

 

Melanie Schubert (8A)