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Von Bären und Ćevape

Otok Plavnik ist vergessen und verlassen. Otok Plavnik ist eine einsame Insel im Herzen Kroatiens. Wellen peitschen gegen die Steilwände der steinigen Insel, die an eine afrikanische Savanne erinnert. Als wir uns in die Bucht Plavniks wagten, wehte ein eiskalter, stürmischer Ostwind, der das Wasser in der Luft nahezu gefrieren lässt. Klar war das Wasser und kahl die Insel.

Beim ersten Landungsversuch drückte der kroatische Seebär seine Angst und Unsicherheit mit seiner vulgären Wortwahl aus. Wir hatten aber Glück, das Anlegen war ein voller Erfolg. Die von Geschichten umwobene Insel machte einen düsteren Eindruck, als wir unsere Füße in dem Boden verankerten. Kurz darauf wurden wir von dem selbsternannten Meeresbiologen und obersten Schamanen in den Süden geschickt, mit dem Auftrag die Wildnis zu erkunden und das verlassene Hotel "Mali" auszuspähen. Anschließend sollten wir von unserem Fernspäh-Auftrag berichten, doch was dann kam, ließ unser Blut in unseren jungen Adern gefrieren.

Plötzlich ein Schrei, so tief wie der Mariannengraben und so furchteinflößend wie ein Tiefseehai, bahnte sich einen Weg durch die kalte Luft. Aufgeschreckt wie ein Schaf angesichts eines Wolfes, starrten wir in die Richtung unseres mutmaßlichen Jägers. Verfolgt und im Stich gelassen bewegten wir uns als kleines Team von Spezialisten über die Hochebene Plavniks in die Sicherheit. Von Adrenalin und Angst geprägt schlichen wir langsam davon, um den Jagdinstinkt unseres Verfolgers nicht zu wecken. Plötzlich machte sich ein Tier in unserer Nähe auf und lief davon.

Die 8D

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