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Freitag, 02. Okt 2020

The Art of Banksy

Am 15. September besuchte die KUK-Kunst-Gruppe der 8. Klassen (Wahlpflichtfach Kunst und Kultur) unter strengen Sicherheitsvorkehrungen (Masken & Abstand) die Banksy Ausstellung in den Sophiensälen in Wien. Mehr als 100 Werke des Street-Art-Künstlers konnten dort bewundert werden. Banksy ist der wahrscheinlich berühmteste und wohl auch mysteriöseste Sprayer der Welt. Seine Identität hält der etwa 40-jährige Brite erfolgreich geheim, seine Werke dagegen erobern nicht nur die Straßen, sondern auch die Auktionshäuser der Welt. Er gilt derzeit als einer der teuersten Künstler der Gegenwart.

 
 

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"Barcode Leopard" (Caroline Labres)

„Barcode Leopard“ ist seit der „Existencilism“ Ausstellung im Jahr 2002, in der das Kunstwerk erstmals gezeigt wurde, eines von Banksys meist verkauften Werken. Zu sehen ist ein Leopard, der gerade aus einem Käfig entkommen ist, wobei ein Barcode den Käfig darstellt. Im Gesicht des Tieres ist ein gewisser Schmerz zu erkennen. Das Maul des Leoparden ist geöffnet und es scheint, als schrie er um Hilfe. Zudem hält er seine rechte vordere Tatze schräg nach oben, da er durch den Ausbruch verletzt wurde. Wahrscheinlich ist die Wildkatze gerade dabei, ihre Wunden zu lecken.

 

Die offensichtlichste Interpretation ist, dass Banksy mit diesem Werk auf den illegalen Handel mit Leoparden aufmerksam machen möchte. Betrachtet man „Barcode Leopard“ längere Zeit, könnte man auch vermuten, dass der Barcode-Käfig für das System der Massentierhaltung steht, wobei die Tiere ausgebeutet und noch als Nahrungsmittel gesehen werden. Diese Lebewesen möchten jedoch wie der ausgebrochene Leopard einfach nur friedlich auf der Erde leben. Und aufgrund dieser Aktualität gefällt mir das Werk so gut. Es ist so simple, sagt aber so viel aus.


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„Meet Truck“ (Madlen Smith)
Ich habe für meine Interpretation das Bild „Meet Truck“ gewählt, weil ich selber vegan bin und ich mich viel mit dem Thema Tierschutz auseinandersetze. Das Wort Fleisch wird auf Englisch „Meat“ geschrieben. Aber Banksy ändert einen Buchstaben und es bekommt eine komplett neue Bedeutung.Ich glaube Banksy will mit diesem Stück zeigen wie blind Menschen sind. Fleischesser denken manchmal nicht drüber nach, wo ihr Essen herkommt. Und die, die es wissen, ignorieren es. Wir haben sicher alle schon mal so einen „Meat Truck“ gesehen – aber die meisten Menschen schauen weg, oder denken sich nichts dabei. Ich glaube deswegen hat Banksy die sonst nicht sehr sichtbaren Tiere mit Kuscheltieren ausgetauscht. Jeder hatte eine Kindheit und kennt diese „Verniedlichung“ von Schweinen, Schafen usw.(Peppa Pig, Schawn das Schaf,…).

Das bringt mich zurück zum Namen. Er nennt es übersetzt auf Deutsch „Kennenlern Wagen“ statt „Fleisch Wagen“, weil wir auf gewisser Weise die Tiere die wir ausbeuten in einem anderen Licht sehen. Ich finde es wichtig, dass wir uns dieses Bild immer wieder vor Augen führen. Im Supermarkt, im Drogeriemarkt, in der Apotheke … Ich freue mich wirklich, dass KünstlerInnen wie er, die die Welt so stark beeinflussen können, diese Chance auch nützen und solche Aussagen zu transportieren.


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„Media Canvas“ (Marie Vopava)
In dem Werk Media Canvas ist ein junges Mädchen zu sehen, das mit blutiger Nase und mit einem Teddybär in der Hand auf Trümmern, die einst Häuser waren, steht. Sie wirkt als würde sie sich fürchten, und es scheint als hätte sie geweint. Ihr Gesichtsausdruck ist voller Angst und Verzweiflung. Hinter ihr, in all den Trümmern, stehen Reporter, Journalisten und Sanitäter. Sie alle schauen dem Mädchen einfach nur zu, während sie offensichtlich in Not ist und Hilfe benötigt. Einer der Reporter stoppt die Sanitäter davor, dem Mädchen zu helfen, indem er sie mit seinem Arm zurückhält und blockiert.

Dieses Werk zeigt die oftmals fehlende Menschlichkeit unserer Welt. Anstatt Menschen zu helfen, die sich in Notsituationen befinden, stehen wir nur da und schauen zu, wie sie leiden. Wir wissen, dass sie Hilfe benötigen, konzentrieren uns dennoch auf die irrelevanteren Dinge, wie in diesem Bild das Filmen des Mädchens.


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Tomato Soup (Marie Gessl)
Die in den Sophiensälen ausgestellten Werke waren teils Original, teils lediglich Kopien, doch sie alle hatten etwas gemeinsam: es waren nicht nur faszinierende Motive, sondern alle hatten eine Gesellschaftskritische Botschaft.

Mir persönlich sind vor allem die unterschiedlichen „Tomato Soup“ Bilder im Kopf geblieben. Diese zeigten jeweils eine Blechdose mit Tomatensuppe darin in verschiedensten Farbkombinationen. Die Dosen sollten an den übermäßigen Konsum erinnern, der in der heutigen Zeit immer stärker ansteigt. Banksy nimmt dabei Inspiration an den berühmten Bildern vom Künstler Andy Warhol, und weißt durch die Abbildung eines anscheinend unbedeutenden Alltagsgegenstandes auch darauf hin, wie wertvoll Kleinigkeiten sein können. Mich persönlich hat es fasziniert, wie viel Banksy durch kleine Hinweise und Details ausdrücken kann, und wie viel Bedeutung hinter seinen Kunstwerken steht.


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