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DIY-Verschwörungstheorie im Unterricht in Digitaler Grundbildung, 4. Klassen

Fake oder Fakt? Verschwörungen und Radikalisierungsphänomene im Unterricht, Miriam Zotter

Im Unterricht zur Digitalen Grundbildung der 4. Klassen haben wir uns mit Verschwörungstheorien beschäftigt: Wie sie entstehen, warum sie sich verbreiten und wie man ihnen begegnen kann. Die Schüler*innen lernten Mythen wie Holocaustleugnung, Chemtrails und QAnon kennen und erkundeten die PLURV-Methoden der Wissenschaftsleugnung, z. B. Pseudowissenschaft und Rosinenpicken. Mit einer App übten sie, Behauptungen zu widerlegen, und lernten am Beispiel der Adrenochrom-Verschwörung seriöse Quellen zu recherchieren. Anschließend entwickelten sie eigene Verschwörungstheorien und präsentierten diese, um die Mechanismen besser zu verstehen. Das Ziel war, kritisches Denken und Medienkompetenz zu stärken. 

Feedback und Learning von Schüler*innen:  

„Ich sehe Verschwörungstheorien jetzt anders. Früher konnte ich diesen Theorien etwas abgewinnen, aber jetzt betrachte ich sie kritischer und bilde mir meine eigene Meinung dazu.“ 

„Ich habe gelernt, wie man Verschwörungstheorien erstellt und verteidigt. Besonders spannend fand ich die Übung mit der App ‚Cranky Uncle‘, bei der wir verschiedene Begründungsarten, wie das Rosinenpicken, ausprobiert haben.“ 

„Die Tatsache, dass wir selbst aus einer absurden Idee eine Verschwörungstheorie erstellen konnten, hat mir gezeigt, wie einfach es ist, etwas Falsches glaubwürdig erscheinen zu lassen.“ 

„Jetzt kann ich über seltsame Theorien kritischer nachdenken und auch Gegenargumente formulieren.“ 

„Menschen brauchen oft eine einfache Lösung für ein sehr kompliziertes Problem.“ 

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