Das Projekt „Was die KI nicht sieht – Fotografische Gegenbilder" setzte sich neben 140 eingereichten Arbeiten von über 120 Schulen durch.
Prof. Schlosser konzipierte und leitete im Fach KuK mit der 5a ein semesterlanges Unterrichtsprojekt an der Schnittstelle von Kunst, Bildmanipulationen, Medienkritik und künstlicher Intelligenz. Die KuK-Gruppe der 5a untersuchte dabei historische und aktuelle Formen der Bildmanipulation, Fragen des Urheberrechts im Zeitalter generativer KI und den Unterschied zwischen manueller Bildbearbeitung in GIMP und algorithmischer Bilderzeugung.
Im weiteren künstlerischen Abschluss fotografierten die Schülerinnen und Schüler persönlich bedeutsame Alltagsszenen und ließen dieselben Motive von einem KI-Bildgenerator nachbauen. Die entstandenen Diptychon-Paare machen sichtbar, was Algorithmen systematisch übersehen: Atmosphäre, Erinnerung, Bedeutung, Ordnung, Zufall.
Mit diesem Ansatz ist es gelungen, gesellschaftlich hochaktuelle Themen wie KI-generierte Bildwelten, algorithmischen Bias, Recht am eigenen Bild und visuelle Desinformation unmittelbar erfahrbar zu machen und in kritische KI-Medienbildung zu übersetzen.
Die Fachjury des OeAD honorierte diese Verbindung von Medienkompetenz, kritischer Reflexion und gestalterischer Qualität mit einer Preisplatzierung.
Ab September 2026 ist das ausgezeichnete Projekt "Was die KI nicht sieht" auf der Website des OeAD dokumentiert.