Nachricht

7b und 7e im Kabarett „Monster“ von Berni Wagner

Die Aufführung „Monster“ von Berni Wagner im Stadtsaal Wien am 30. April 2026 zeigte einen Kabarettisten, der sich sichtbar auf ein ungewohntes Publikum einstellen musste. Im Saal saßen ausschließlich Schüler*innen und Lehrer*innen – eine Zielgruppe, die, wie Wagner im anschließenden Meet & Greet selbst einräumte, nicht seiner üblichen entspricht. Gerade zu Beginn wirkte er deshalb etwas nervös. Manche Pointen brauchten Zeit, bis sie ankamen, und nicht immer gelang es, die Aufmerksamkeit des jungen Publikums durchgehend zu halten.

Inhaltlich griff „Monster“ jedoch Themen auf, die viele Jugendliche unmittelbar ansprechen: toxische Männlichkeit, Fragen rund um Bundesheer und Zivildienst oder gesellschaftliche Rollenbilder. Besonders in diesen Passagen entstand spürbare Nähe zum Publikum, weil die Inhalte an Lebensrealitäten und Diskussionen anknüpften, die junge Menschen beschäftigen. Dennoch war es für einige Schüler*innen mitunter schwierig, den gedanklichen Sprüngen und der Erzählweise zu folgen, da Wagner oft zwischen persönlichen Anekdoten und gesellschaftlicher Beobachtung wechselte.

Interessant wurde der Vormittag vor allem durch den persönlichen Zugang des Kabarettisten. Im Meet & Greet zeigte sich Wagner offen und nahbar. Er erzählte von seiner eigenen Schulzeit und schilderte, dass er ein auffälliger Schüler gewesen sei. Eine besonders humorvolle Episode handelte von seinem Protest gegen Walfang: Im Chemieunterricht legte er sich dafür demonstrativ auf den Boden, gab die Aktion jedoch wieder auf, weil die Lehrerin so gelassen reagierte. Diese Selbstironie wirkte authentisch und machte ihn für das junge Publikum greifbarer.

Auch der Blick hinter die Kulissen eines Kabarettvormittags war spannend. Wagner sprach darüber, wie eine Show entsteht, wie man mit Nervosität auf der Bühne umgeht und welche komischen Filme ihn geprägt haben. Gerade diese persönlichen Einblicke sorgten für Aufmerksamkeit und ermöglichten einen Zugang, der über das eigentliche Programm hinausging.

Auch wenn die Distanz zwischen Künstler und jungem Publikum zeitweise spürbar blieb, war „Monster“ insgesamt ein außergewöhnlicher Vormittag mit ehrlicher Begegnung und interessanten Themen für unsere Schülerinnen und Schüler.  

Nach oben